7 hermetischen Gesetze

Die 7 hermetischen Gesetze – Universalprinzipien fürs Leben

Um den Hintergrund der 7 hermetischen Gesetze zu verstehen, muss man bis in die Antike zurückblicken. Meine Recherche führt zurück zur Göttergestalt „Hermes Trismegistos“, der als Namensgeber für die Gesetze und die philosophische Offenbarungslehre „Hermetik“ gilt.

Doch wer war dieser Hermes Trismegistos? Bis in die frühe Neuzeit hinein nahm man an, er hätte wirklich existiert und ist der Verfasser der hermetischen Schriften. Erst 1614 merkte Isaac Casaubon an, dass es sich bei den hermetischen Schriften um griechische Traktate handeln müsse, die nicht vor dem 2 Jahrhundert verfasst worden sind.

Tatsächlich war Hermes Trismegistos nur eine Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes und des ägyptischen Gottes Thot. Maßgeblicher kultureller Einfluss auf die griechischen Götternamen und Götterfähigkeiten kamen aus dem alten Ägypten. So wurde im Laufe der Zeit Hermes mit dem ägyptischen Gott Toth identifiziert. Der Beiname Trismegistos, was soviel wie „der dreimal Größte“ heißt, bezieht sich auf die Eigenschaften Hermes als größter Philosoph, größter König und größter Priester.

7 hermetischen Gesetze
Hermes Trismegistos(Mitte) überreicht ein Buch

So nahm man lange Zeit an, dass Hermes Trismegistos sein Wissen vom ägyptischen Gott Toth persönlich erhalten hat, der in Ägypten als allwissend und Gott der Wissenschaft galt. Sein Wissen soll er dann auf Steintafeln niedergeschrieben haben. Das erklärt auch die noch in der frühen Neuzeit große Bedeutung der Schriften, ging man ja davon aus, dass es sich bei den Schriften um uraltes und göttliches Geheimwissen aus der Zeit Mose handelt.

Wer verfasste dann die hermetischen Schriften?

Wer waren dann die Verfasser der hermetischen Schriften? Vermutlich waren es Griechen, die im hellenistischen Ägypten im Ptolemäerreich lebten. Sie verarbeiteten populäres Gedankengut der Epoche mit platonischen, stoizistischen und altägyptischen Ideengut.

Trotzdem finden die 7 hermetischen Gesetze keine Erwähnung in den hermetischen Schriften. („Corpus Hermeticum“). Bekannt wurden die hermetischen Gesetzeerst durch die Schrift „Kybalion“, die wiederum ihre Inhalte größtenteils aus den hermetischen Schriften, insbesondere der „Tabula Smaragdina“, hat. Das Buch wurde 1908 veröffentlicht, die Autorenschaft des Kybalion ist bis heute ungeklärt. Im Buch wird lediglich auf „drei Eingeweihte“ hingewiesen, die Co- Autorenschaft von William Walter Atkinson wird zumindest vermutet.

Hermetischen Gesetze
Das Kybalion

Die 7 Gesetze lauten:

   1. Das Prinzip der Geistigkeit

   2. Das Prinzip der Resonanz

   3. Das Prinzip der Schwingung

   4. Das Prinzip der Polarität

   5. Das Prinzip des Rhythmus

   6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung

   7. Das Prinzip des Geschlechts

Die Formulierung der hermetischen Gesetze im Kybalion ist teilweise sehr wage und lässt einiges an Interpretationsspielraum offen. Daher ist es natürlich möglich, dass du die Gesetze anders interpretierst, als ich es hier mache.

   1. Das Prinzip der Geistigkeit/Schöpfung

„Das All ist Geist; das Universum ist geistig.“

Das erste Prinzip spielt auf den geistigen Ursprung unserer Natur an. Alles ist „Geist“. Heutzutage würde man sagen alles ist „Energie“.

Unsere Gedanken bestimmen unsere Realität. Glück oder Unglück bildet sich im Geist, erst dein Denken erschafft eine Wirklichkeit. Unseren Gedanken wohnt also eine schöpferische Kraft inne, mit der wir unsere Umwelt beeinflussen können und alles entstehen lassen.

In diesem Zusammenhang gefällt mir ein Zitat von Marc Aurel: „Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab“.

  2. Das Prinzip der Resonanz

„Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper“.

Was dir im Leben widerfährt ist kein Zufall, sondern eine Spiegelung deiner selbst und deines Handels. Dein Verhalten wirkt sich auf andere aus und beeinflusst ihr Denken und Tun. Die Außenwelt ist also ein Spiegel deiner selbst. Willst du sie verändern, so musst du dich erst selbst verändern.

   3. Das Prinzip der Schwingung

„Nichts ruht; alles ist in Bewegung; alles schwingt“

Alles ist in ständiger Bewegung. Selbst wenn ein Körper in Ruhe scheint, so bewegen sich in ihm kleinste atomare Teilchen und Schwingungen. So etwas wie Stillstand existiert also nicht.

Auch wir Menschen senden Schwingungen aus. Diese werden jedoch nur von Personen empfangen, die auf derselben Schwingungsebene sind. Man befindet sich quasi auf gleicher Wellenlänge. Dies wiederum steht im Einklang mit dem zweiten Gesetz, wonach man Dinge anzieht, die einem ähnlich sind.

Untermauert wird das dritte hermetische Prinzip neuerdings auch von der Wissenschaft. In der aktuell noch unbewiesenen „String-Theorie“ bestehen die Elementarteilchen nämlich aus vibrierenden „Strings“, die sich ständig in Bewegung befinden.

   4. Das Prinzip der Polarität

„Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur in ihrer Ausprägung verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.“

Es ist mein persönliches Lieblingsprinzip und eine Erkenntnis, nach der ich versuche, mein Handeln auszurichten.

Es besagt im Endeffekt, dass alles relativ ist. Nichts ist absolut!  Wahrheiten sind nur wahr von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet. Wechselt man diesen, ändert sich auch die Sicht auf die Dinge. Erst dein Denken ordnet den Dingen einen subjektiven Wert zu.

Alles existiert nur dual. Zur Hitze gibt es die Kälte, zur Wahrheit die Lüge, zur Nacht den Tag und zum Licht die Dunkelheit. Wüssten wir was das Licht ist, wenn wir die Dunkelheit nicht kennen? Das eine gehört zum anderen und kann ohne das andere nicht existieren. Daher sind Gegensätze eigentlich ein und dasselbe, sie unterscheiden sich lediglich im Grad ihrer Ausprägung. So sind Hitze als auch Kälte beides Temperaturen, die wir nur subjektiv anders wahrnehmen.

   5. Das Prinzip des Rhythmus

 „Alles fließt – aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.“

Die Grundaussage dieses Prinzips: „Leben ist Veränderung“. Die einzige Konstante im Leben ist der ständige Wandel. Nichts kann für immer im gleichen Zustand aushaaren. Alle Dinge bewegen sich in einem Rhythmus. Das Leben und Sterben, der Tag und die Nacht, die Ebbe und die Flut. Dieses Gesetz ist eng verwandt mit dem Gesetz der Polarität. Alle Dinge bewegen sich von einem Pol zum anderen.

   6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung

 „Jede Ursache hat ihre Wirkung; jedes Phänomen hat seine Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Begriff für ein unerkanntes Gesetz; es gibt viele Ebenen von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“

Es gibt keinen Zufall. Alles was passiert, ist eine Reaktion auf dein Handeln. Alles beruht auf Gesetzmäßigkeiten. Dieses Prinzip ist ähnlich dem Prinzip der Resonanz. Lerne dich in Achtsamkeit und wähle deine Handlung bewusst aus und du wirst die Geschehnisse deines Umfeldes besser verstehen und beeinflussen können.

   7. Das Prinzip des Geschlechts

„Geschlecht ist in allem; alles trägt sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“

Es gibt keine klare Geschlechtertrennung in weiblich und männlich. Jedes Wesen besitzt sowohl männliche als auch weibliche Anteile. Es gilt beide Wesensmerkmale anzunehmen und miteinander verschmelzen zu lassen, um ganzheitlich zu funktionieren. Man ist weder das eine noch das andere, sondern alles zugleich. Nur beides vereint kann eine schöpferische Kraft bewirken, die Leben erschafft.

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Welche Lehren kannst du aus den hermetischen Gesetzen ziehen?

Die 7 hermetischen Gesetze sind Universalgesetze übers Leben an sich. Verinnerlichst du die Gesetze und versuchst nach ihnen zu leben, so wird dir das zu großer Weisheit verhelfen. Natürlich kannst du die Gesetzte auch anders auslegen und deine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Je nach unterschiedlicher Lebenslange findest du dich vielleicht immer in einem anderen Gesetz wieder, dessen Erkenntnis dich beleuchtet.